Fischersseele

Musikalische Erzählung frei nach Oscar Wilde

„Wozu ist meine Seele gut?“,  fragt sich der junge Fischer. „Ich kann sie nicht sehen. Ich kann sie nicht fühlen. Ich kenne sie nicht.“  Mit ihr ist es ihm unmöglich, die Liebe zu einer Seejungfrau zu leben. Also will er sich seiner Seele entledigen. Dies ist der Beginn einer märchenhaften Geschichte. Vielschichtig, sensibel und bitter erfüllt sie nicht wirklich die Kriterien eines Märchens, aber sie liest sich so. Doch entzieht sie sich den vertrauten Mustern von Gut und Böse und verwirrt dafür, mit einem Spiel der Positionen und Werte. Niemand wird erlöst, stattdessen löst sich alles auf.

Wo Sprache und Begriffe die Grenze ihrer Aussagekraft erreicht haben, kann Musik noch immer etwas hinzufügen. So liegt es nahe, eine Geschichte der Seele neben Wort und Spiel, auch mit musikalischen Mitteln zu erzählen:

Eine Schauspielerin und ein Musiker machen sich gemeinsam auf, Oscar Wildes bizarre Innenwelten auf dem Theater begehbar zu machen.

Spiel: Andrea Post                              
Musik: Dirk Hessel